Florian Pumhösl versucht seit den 1990er Jahren mit seinen Installationen, Displays, Filmen, Fotografien und in seiner Arbeit als Herausgeber und Gestalter von Büchern die Formen der Kunst als historisch mitteilende Symptome sozialer und politischer Prozesse zu beschreiben. Der Künstler unterzieht die politischen, historischen, wie auch institutionellen Kontexte der Moderne einer eingehenden Analyse mit dem Ziel neue Gestaltungskriterien für die Bemessung zeitgenössischer Gestaltungsgrundlagen zu finden. Anhand dieser Kriterien soll eine Interpretation nach heutigem Standpunkt und aktueller Sichtweise ermöglicht werden. Das Werk des Künstlers ist von der Formensprache des Konstruktivismus und der Minimal-Art beeinflusst. Florian Pumhösl arbeitet mit stark reduzierten Gestaltungskomponenten. Seine Werke streben in ihrer beinahe unmerklichen Farbigkeit stets nach einer Interaktion mit dem Raum. Durch Verschiebungen und Ergänzungen identifizierbarer Formen lotet er die Möglichkeiten der Autonomie und Darstellung eines Bildes aus.

Florian Pumhösl thematisiert in seinen raumformenden Installationen mit großer Fragilität und strenger Ästhetik die Bedeutung und Genese der Moderne.

Zitat Karola Kraus:

„In seiner breit gefächerten Arbeit, die Filme, Installationen, Objekte und Glasmalerei umfasst, gelingt es Florian Pumhösl, äußerste Strenge in der Wahl seines künstlerischen Ausdrucks walten zu lassen und dennoch in dieser Kargheit eine visuelle Kraft und Verführung zu erzeugen. Dabei beschäftigt sich der österreichische Künstler vorrangig mit dem historischen Formenvokabular und spezifischen inhaltlichen Fragestellungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts oder, allgemeiner gesprochen, mit den vielfältigen Phänomenen der Moderne. Häufig interessiert ihn dabei nicht nur die genealogische Herleitung einer Form, sondern auch deren soziale und politische Verortung. Seinen Projekten gehen in der Regel lange und aufwendige Recherchen voraus, die ihn nicht selten in Länder wie Japan, Indien oder in die finnisch-russische Landschaft Karelien führen.“